Freitag, 17. Oktober 2014

#artrave #artpopball #rückblick

So Mädels,

Wie in meinem letzten Post geschrieben, bin ich ganz klischeehaft, ein riesen Fan von Lady Gaga. Am Dienstag, dem siebten Oktober war also nicht nur der 25. Monatstag von mir und meinem Freund, sondern auch der #artrave in Köln. Die größte Party meines Lebens.

Beim Einlass liefen leise wummernde Techno-Beats, die die Besucher laut der "Bild" in meditative Zustände versetzten. Lässt man außer Acht, dass es ohne Musik furchtbar leise und noch viel furchtbarer langweilig gewesen wäre und, dass es nicht möglich war sich daran aufzuhalten, wenn man auch nur im mindesten an Gaga interessiert war, dann könnte das auch stimmten. Nachdem Breedlove (oder so ähnlich..) 80er Jahre Discomusik ins 21. Jahrhundert geholt hat, und Gagas beste Freundin, Lady Starlight, ihre DJane Qualitäten zum besten gab, warteten wir gefühlte 53948 und realistische 90 Minuten auf den Konzertbeginn. 

Die ersten Töne des Eröffnungsliedes 'Artpop' erklingen. Der Vorhang fällt. Die Tänzer beginnen. Gagas Stimme hallt glasklar durch die Arena. "Artpop. Artpop." Sie fährt aus dem Boden auf die Bühne und steckt mit ihren weiblichen Kurven, die sich auf 1,55m verteilen und goldenen Flügeln die meisten Victoria Secret Models in die Tasche. Die Menge rastet aus. Ich realisiere, dass mir pausenlos Tränen über die Wangen rollen und dass mein Zittern nicht ausschließlich vom Bass der Musik ausgeht. So fühlen sich also zwölfjährige Zahnspannenträgerinnen in der Gegenwart von One Direction. Nahtlos singt sie drei oder vier Songs ihres Albums, bevor sie ihre "little Monster" begrüßt, alle Fans, inklusive mir, die zu Klauen gekrümmten Hände in die Luft reißen und mich ein neuer Tränenanfall schüttelt. Ich hätte ja selbst nicht erwartet, dass das Konzert so emotional wird. Konfettikanonen, Ballons, diverse Outfits und die Nähe zu meinem Idol haben den Abend perfektioniert und auch bei den Pianoversionen ihrer Lieder bleibt kein Auge trocken. Die niederländische Kuh links hinter mir hat den #artrave bereits in Amsterdam erlebt und hielt Rücksichtnahme auf andere für überflüssig. Da mir eine Anzeige wegen Körperverletzung, Beleidung und fahrlässiger Tötung den Abend vielleicht doch versaut hätte, habe ich versucht mich ausschließlich auf die Musik und das Event zu konzentrieren. Und spätestens die emotionale Version von dem Lied "Dope", bei dem ich wenigstens nicht einer der Einzigen Heulsusen war, hätte mich dazu gebracht, meine Zähne aus ihrem Hals zu ziehen und wieder rührselig der Musik zu folgen.
Zusammenfassend habe ich gelacht, geweint, gefeiert, geschrien, fand kein einziges Lied auch nur im Ansatz schlechter performt als die anderen und kann mir nichts vorstellen (außer das Lied 'Fashion', das leider nicht Teil des Abends war), was den Abend hätte perfekter werden lassen können. Das Kevin (mein Freund) und ich dann anschließend noch von RTL Interviewt wurden, wovon tatsächlich vier Sekunden bei 'guten morgen deutschland' ausgestrahlt wurde, hat dem Abend noch eine gewisse Art von Witz eingebracht. Da jeder Zug gestreikt hat, bis auf den einen einzigen, der uns zurück nach Düsseldorf gebracht hat, war auch die letzte Stunde der Nacht gerettet und ich bin todmüde und überglücklich ins Bett gefallen.

Wenn ich jetzt an die Nacht zurückdenke, dann ist es unrealistisch, dass das alles wirklich passiert ist, aber da ich weiß, dass es wirklich war und da ich Konfetti in meiner Wohnung bunkere, welches ein handfester Beweis für das Konzert ist, kann ich nur festhalten, dass dieser Abend unvergesslich ist und ich kein intensiveres Erlebnis durchlebt habe.

Jetzt aber Schluss mit der Melancholie, immerhin ist die Frau zwar nicht mehr in Deutschland, aber auch nicht aus der Welt.

Hier noch ein paar Bilder und Eindrücke vom Konzert. Da kann man dann auch sehen, wie nah wir eigentlich an Madame standen.







Dabei raste ich innerlich ja schon wieder aus. 

lotsoflove, danielinheaven

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